Bauernmarkt Swinemünde

Bauernmarkt Swinemünde

Bauernmarkt in Swinemünde

Wenn Du Wert auf frische Lebensmittel legst, so kann ich Dir den Bauernmarkt in Swinemünde wärmstens empfehlen.
Früher noch bekannt als der „Grüne Marktplatz“ an der Grunwaldzka Straße, befindet er sich heute in einer modernen „Pavillion-/Einkaufshallenanlage“, in der Hugo Kołłątaja Straße, in unmittelbarer Nähe zum Kaufland.

Aufgrund einer Uhr, die an einem der Nebengebäude hängt, wurde der „Grüne Markt“/Bauernmarkt „POD ZEGAREM“ genannt. Das bedeutet nichts Geringeres als „Unter der Uhr“.

Der Bauernmarkt umfasst eine Gesamtfläche von fast 2000 Quadratmetern und legt sein besonderes Augenmerk auf frische, landwirtschaftliche und auch regionale Produkte. Deshalb wird er besonders von den einheimischen Bewohnern, aber auch von vielen Gastronomen der Insel Usedom sehr geschätzt und gerne besucht.
Auch ist der Markt für seine frischen und leckeren Fleisch- und Wurstwaren bekannt. Du solltest dabei aber bedenken, dass -abhängig von den jeweiligen Schlachttagen- nicht jeder Fleischer zu jeder Tageszeit geöffnet hat, beziehungsweise das Angebot von Wurst und Fleisch auch mal überschaubarer sein kann.

Auch hier gilt das Motto: „Wer zuerst kommt, malt zuerst.“

Adresse:
Hugo Kołłątaja 4A, 72-600 Świnoujście, Polen

„Kern“-Öffnungszeiten, Montag – Samstag:
Die Öffnungszeiten können variieren, zwischen 8:00 – 14:00 Uhr ist jedoch immer was los.

Wenn Du noch mehr Informationen über Swinemünde suchst, schau gerne mal hier!

Bitte informiere Dich vor Ort, wenn Du einen Besuch des Bauernmarktes planst, da die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit auch variieren können. An gesetzlichen Feiertagen Polens, ist der Markt auch geschlossen. Informiere Dich daher unbedingt vorher, ob gerade Feiertage in Polen laufen.

Wenn Du interessante Informationen zum Bauernmarkt hast oder ein paar schöne Bilder, dann freue ich mich, wenn Du mir diese zur Verfügung stellen würdest.

Eingang Bauernmarkt Swinemünde
Unterirdische Stadt

Unterirdische Stadt

Unterirdische Stadt Swinemünde

Genau, Du hast richtig gelesen. „Unter“ Swinemünde, also genauer gesagt auf der Insel Wollin, befindet sich eine „unterirdische Stadt“. Zwar ist es keine „richtige“ Stadt, dafür aber eine geheimnsivolle Unterwelt, die bis zum Jahr 2014 der Öffentlichkeit weder bekannt, noch zugänglich war. Hierbei handelt es sich um einen militärischen, unterirdischen Bunkerkomplex, der ein streng gehütetes Geheimnis war.

Batterie Vineta (Bateria Vineta)

Die „Unterirdische Stadt Swinemünde“, die in Militärkreisen „Batterie Vineta“ (Bateria Vineta) genannt wird, findet ihren Ursprung in den 1930’er Jahren. Geplant und gebaut wurde dieser militärische Verteidigungskomplex für die deutsche Kriegsmarine, deren größter Marinestützpunkt sich an der Ostsee in Swinemünde befand. Fertiggestellt und in den aktiven Einsatz gegangen ist die „Batterie Vineta“ im Jahr 1939. Damals bestand sie aus vier Kampfbunkern, einem zweistöckigen Kommandobunker mit Panzerkuppel und zwei weiteren Bunkern, die allesamt noch nicht unterirdisch waren. Die Bunkerkomplexe waren lediglich durch einfache Gräben miteinander verbunden. Nur zwei Jahre nach Fertigstellung, also im Jahr 1941, wurden sämtliche Einheiten nach Holland verlegt und die „Batterie Vineta“ seit dem, bis zum Kriegsende 1945, „nur noch“ als Ausbildungsstätte der Küstenartillerie genutzt.

Eingang unterirdische Stadt Swinemünde
Gelände Batterie Vineta
Aussenanlage unterirdische Stadt Swinemünde
Hinweistafel Unterirdische Stadt Swinemünde

Im Jahr 1946 wurde die „Batterie Vineta“ der polnischen Armee übergeben, die zunächst keine Verwendung für diesen Komplex hatte. Dies änderte sich aber Anfang der 1950’er Jahre, als die polnische Armee feststellte, dass die „Batterie Vineta“ eine gute Grundlage für die Küstenverteidigung vor Angriffen der NATO darstellte.

Die Unterirdische Stadt entsteht

In den 1960’er Jahren fand schließlich der größte Umbau des gesamten Komplexes statt. Dies war nur unter Einsatz enormer finanzieller Aufwendungen durch die polnische Regierung möglich. Man begann, die Bunkerkomplexe mit einem „Netz“ aus mehr als 1000 Meter langen, unterirdischen Tunneln zu verbinden; die Objekte zu versiegeln und einzubetten. Schließlich pflanzte man Wald auf die eingebetten Objekte, der die gesamte Bodeninfrastruktur verdeckte. Auf diese Weise entstand eine völlig autonome „unterirdische Stadt“, mit dem Codenamen „10150“. Die „Unterirdische Stadt Swinemünde“ beherbergte unter anderem eine Telefonzentrale, eine Funkstation, verschiedene Casinos, sanitäre Anlagen, Salons, Munitionsbunker, Krankenstationen, Maschinenräume, Ventilationsanlagen, Vorratsräume und Unterkünfte für die Soldaten. So war es möglich, mehrere Monate völlig autonom unter der Erdoberfläche ausharren zu können. Die komplette Fertigstellung der „unterirdischen Stadt“ erfolgte 1965 und war seit dem einer der geheimsten Orte Polens. Nur wenigen, hochrangigen Angehörigen der polnischen Armee war die Existenz der Anlage bekannt.

Tunnel in unterirdischer Stadt Swinemünde
Unterkunft Batterie Vineta
Gasschleuse Batterie Vineta

Besuch in der unterirdischen Stadt Swinemünde

Ab Dezember 2013 wurde die „Batterie Vineta“ zu einer Zweigstelle des Museums der Küstenwache in Swinemünde. Seit dem 01. Mai 2014 ist die „Unterirdische Stadt Swinemünde“ für Besucher geöffnet. Eine Besichtigung der Anlage ist allerdings nur in Form einer Führung möglich, denn alleine darf niemand diese komplexe „unterirdische Stadt“ betreten. Auch sollten Besucher, die vielleicht an „Platzangst“ leiden, bedenken, dass minutenlange Wege durch enge und teilweise stockdustere Tunnel, Angstzustände und Unbehagen auslösen könnten. Die Führungen werden von jeweils einem Mitarbeiter in original militärischer Uniform durchgeführt -auf sehr witzige und anschauliche Art und Weise. Dazu gehört auch das „Antreten“, „Stillstehen“ und „Durchzählen“ der Besucher. Die Führungen finden derzeit ausschließlich in polnisch statt, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut, denn Du bekommst am Eingang einen passenden „Lageplan“ -mit allen wichtigen Informationen- in deutscher oder englischer Ausführung.

Update 02.08.2022: Im Moment werden auch Führungen in deutscher Sprache durchgeführt.

Tipps für Deinen Besuch

Da in der „unterirdischen Stadt“ die 10°C-Marke fast nie überschritten wird und eine Führung etwa 90 Minuten dauert, solltest Du Dir eine Jacke und gegebenenfalls auch eine lange Hose einpacken. Darüber hinaus empfehle ich Dir, Dich mit reichlich Mückenspray einzudecken. Denn bevor es unter die Erdoberfläche geht, führt Dich der Weg durch einen, von Mücken dominierten Wald.

Wenn Du die „Unterirdische Stadt Swinemünde“ (Insel Wollin) besuchen möchtest, gibt es drei Möglichkeiten der Anreise:
Du kannst mit Deinem Auto dorthin fahren, dabei hast Du die Wahl zwischen dem neu eröffneten Swine-Tunnel oder der Kasiborer Auto-Fähre. (Die Anfahrt von der Insel Usedom, ab dem Hafen Swinemünde, dauert dann allerdings gute 60-70 Minuten, da Du immer längere Wartezeiten vor der Fähre einplanen musst.) Du kannst (als Fußgänger oder Radfahrer) aber auch die Stadtfähre Swinemünde benutzen und Dich anschließend, solltest Du zu Fuß unterwegs sein, mit dem Taxi zur „Batterie Vineta“ bringen lassen. Die Personenfähre ist kostenfrei und die Fahrt mit dem Taxi kostet Dich ca. 45 Zloty (10 Euro). Ein Taxistand befindet sich direkt am Fähr-Terminal. An der „Batterie“ angekommen, vereinbarst Du für den Rückweg am besten gleich eine Abholung mit dem Taxifahrer.

Öffnungszeiten der „Batterie Vineta“:  

01. Oktober – 30. April
Samstag/Sonntag: 10:30, 12:30, 15:00

01. Mai – 30. Juni
Mittwoch: 12:30 Uhr
Samstag/Sonntag: 10:30, 12:30

01. Juli – 31. August
Täglich: 10:30, 12:30, 14:30 und 16:30

01. September – 30. September
Mittwoch/Samstag/Sonntag: 10:30, 12:30, 15:00

Führungen in deutscher Sprache:
Mittwoch/Donnerstag/Samstag und Sonntag: 13:15 Uhr
Eine Reservierung im Voraus ist nicht erforderlich.

 

Eintrittspreise: 

Normalpreis: 50 Zloty
Gruppen-Ticket: 40 Zloty p. Person

Anschrift: Wolińska 10, 72-602 Świnoujście, Polen

Website: http://podziemne-miasto.pl/o-nas/

U-Boot Hafen Swinemünde

U-Boot Hafen Swinemünde

U-Boot Hafen auf Usedom

Während des zweiten Weltkrieges, im Jahr 1942, entstand der U-Boot Hafen Swinemünde, der zuvor als Anlegestelle der Kaseburger Dampffähre diente. Die Dampffähre Kaseburg war seit 1881 als Verbindung zur Insel Usedom im Einsatz. Während des Krieges stationierte die deutsche Marine hier U-Boote der 4. Schulungsflottille aus Stettin, Schulungs-Torpedoschnellboote und Kriegsfischkutter der KFK Flottille.

Kasernenkomplex neben dem Hafen

Im Jahr 1944 wurde der U-Boot Hafen Swinemünde deutlich erweitert. Es entstand ein Kasernenkomplex für Kadetten, der als Schulungsstandort genutzt wurde. Hier wurden Kadetten stationiert, die auf den Schnellbooten und Kriegsfischkuttern ausgebildet wurden. Der U-Boot Hafen wurde somit von der Schulungsflottille gänzlich eingenommen und genutzt.
Bis 1945 war dieser Marinestützpunkt aktiv und beherbegte bis dahin auch die U-Boote.

Ausflugsziel zu den U-Booten

Wenn Dich Dein Weg in Richtung Karsibor (Kaseburg) führt, solltest Du Dir die Überbleibsel des U-Boot Hafens unbedingt mal ansehen. Einige Landungsbrücken und auch Reste der Reparaturhalle und des Kasernenkomplexes sind noch sichtbar. Wenn Du ein echtes U-Boot besichtigen möchtest, dann empfehle ich Dir einen Besuch des U-Boot Museums in Peenemünde. Auf „Youtube“ gibt es ein recht sehenswertes Video, welches mit einer Drohne aufgenommen wurde. In dem Video kannst Du erste Eindrücke vom ehemaligen U-Boot Hafen sammeln.

Weg zum U-Boot Hafen

Am besten gelangst Du zum U-Boot Hafen Kaseburg, wenn Du mit der Kasiborer Fähre von Usedom nach Karsibor (Kaseburg) übersetzt und dann mit dem Auto über die einzige Brücke zur Insel Karsibor fährst. Die Brücke siehst Du auf der rechten Seite während der Überfahrt.

U-Boot Hafen Swinemünde
Landungsbrücke U-Boot Hafen Swinemünde
U-Boot Hafen Gebäudekomplex
Polenmarkt Swinemünde

Polenmarkt Swinemünde

Polenmarkt in Swinemünde

Der Polenmarkt in Swinemünde, also auf der polnischen Seite der Insel Usedom, zieht jedes Jahr viele tausende Besucher zu sich.
Das ist kein Wunder, werden dort doch viele vermeintliche „Schnäppchen“ angeboten und „Geiz ist ja bekanntlich geil“.
Der Polenmarkt in Swinemünde existiert schon einige Jahrzehnte und ist nach dem Grenzübertritt (wenn Du von Ahlbeck kommst) auf der linken Straßenseite zu finden. In den letzten Jahren wurde der Markt aber deutlich verkleinert und musste vielen neuen Bauprojekten weichen. Heute findest Du dort aber noch immer viele kleine Stände und Buden.

Vorsicht ist geboten auf dem Polenmarkt

Einen Besuch des Polenmarktes in Swinemünde solltest Du unbedingt einplanen, denn das ist lustig und vor allem sehr interessant.
Trotzdem musst Du einiges wissen, bevor Du zum „Shoppen“ nach Swinemünde aufbrichst.
Auf dem Polenmarkt werden diverse Waren angeboten, von denen 90% nicht original sind. Das heisst z. B., alle Textilien und Datenträger (CD/DVD/Kassette) sind kopiert und somit nicht original.
Normalerweise ist es auch nicht erlaubt, solche Waren nach Deutschland einzuführen, was allerdings niemanden wirklich interessiert. Die Preise für die teilweise gut gemachten Plagiate sind erschwinglich und laden zum schnellen Kauf ein. Das Gleiche gilt auch für Parfums, die auf dem Polenmarkt Swinemünde angeboten werden. Niemals ist es ein Original, sondern ein zusammengemischtes Produkt, mit viel Alkoholgehalt, weshalb der Duft auch nicht lange halten wird.

Zigaretten vom Polenmarkt Swinemünde

Für die Raucher ist der Polenmarkt eine Oase.
Kostet eine Stange Zigaretten in Deutschland gute 60 Euro und mehr, bekommst Du sie dort für die Hälfte.
Aber Vorsicht ist auch hier geboten!
Oftmals werden Zigaretten mit russischer Steuerbanderole -oder ganz ohne Banderole- angeboten, welche Du nicht in Deutschland einführen darfst!
Das kann ein teures Unterfangen werden und zieht, in einigen Fällen, auch ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung mit sich.
Achte beim Kauf von Zigaretten und Tabak also immer auf die gültige Steuerbanderole.
Wenn Du „auf Nummer sicher“ gehen willst, kaufe Deine Tabakwaren am besten in einem Tabakshop, im Supermarkt oder an den Tankstellen in Swinemünde.

Lebensmittel auf dem Markt

Bei Deinem Spaziergang über den Polenmarkt wirst Du schnell den Duft der Bratwürste und Schaschlik-Spieße wahrnehmen.
Hier kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich lohnt, mal einen Halt zu machen und kulinarisch zu verweilen.
Die „Krakauer“ und Spieße schmecken hervorragend und ich habe bisher auch noch keine schlechten Erfahrungen mit ihnen gemacht. Genauso kannst Du leckeren Käse, tolle Süßigkeiten und frisches Gemüse/Obst auf dem Swinemünder Polenmarkt kaufen. Noch besser aber ist der Bauernmarkt, nicht weit vom „Polenmarkt“ entfernt.

Keine Tiere und Waffen vom Polenmarkt

Kaufe niemals Waffen oder Tiere, die Dir auf dem Polenmarkt angeboten werden. Das ist absolut verboten und wird streng bestraft.
Der Tierhandel auf dem Polenmarkt ist genauso verboten, wie die Einfuhr der kleinen Vierbeiner nach Deutschland. Darüber hinaus ist es kein Geheimnis, dass die dort angebotenen (meist Welpen) Vierbeiner leider nicht artgerecht gehalten werden, sehr krank sind und keine gültigen Papiere besitzen. Die meisten Welpen stammen aus Polen, Tschechien, Ungarn oder Rumänien, wurden viel zu früh von der Mutter getrennt und durch halb Europa gekarrt, bevor sie Dir dann auf dem Polenmarkt angeboten werden. Mit einem Kauf würdest Du also dieses skrupellose und illegale Treiben und das Leid der Tiere noch unterstützen. Daher ist davon allein schon aus ethischen Gründen abzuraten.

Das Gleiche gilft für Waffen, jeglicher Art. Dabei ist es auch egal, ob es nur ein Messer oder eine Luftdruckpistole ist. Finger weg von solchen Angeboten!

Euro oder Zloty in Polen

Immer wieder werde ich gefragt: „Wie soll man in Polen am besten bezahlen?“

Das ist relativ einfach zu beantworten:
Auf dem „Polenmarkt“ möchten die Händler natürlich den Euro haben, deshalb findest Du dort auch fast nur Preisauszeichnungen in „unserer“ Euro-Währung.
In den Geschäften, Restaurants und Tankstellen, solltest Du allerdings immer in der polnischen Währung Zloty bezahlen.
Am besten mit Deiner EC- oder Kreditkarte, denn dann bekommst Du den besten Kurs. -Denn dieser ist sehr unterschiedlich!
Zum Beispiel zahlt man Dir in einer „Wechselstube“ für 1 Euro im Moment ca. 4,20 Zloty aus, während die Händler auf dem Markt, (wenn sie Dir wohl gesonnen sind) in 1:4 umrechnen.
Der tatsächliche Kurs liegt bei den Banken aber deutlich höher, also für Dich viel besser (Tauschkurs Euro in Zloty Stand 04.06.2023: 1 Euro = 4,49 Zloty).

Wenn Du also die polnische Währung in Deinen Händen halten möchtest, dann gehe am besten zu einem -der vielzähligen- Geldautomaten und ziehe Dir die Zloty dort.
Nimm aber nicht den Dir angezeigten, garantierten Umtauschkurs, denn der ist immer sehr schlecht und liegt aktuell bei 1:3,85.

Gefängnis Swinemünde

Gefängnis Swinemünde

Gefängnis Swinemünde

Das Untersuchungsgefägnis in Swinemünde wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den damaligen deutschen Behörden errichtet.
Mit nur 56 Haftplätzen, ist (bzw. war es) es ein relativ kleines Gefängnis. Die Haftanstalt befindet sich in einem Gerichts- und Zuchthauskomplex, mitten im Herzen von Swinemünde.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges, 1945, wurde das Gefängnis von der sowjetischen Armee besetzt und als „Garnison-Gefängnis“ genutzt.

Erst am 8. Mai 1968 wurde die Haftanstalt durch einen Erlass des polnischen Justizministers, Stanislaw Walczak, wieder zu einem Untersuchungsgefängnis aktiviert und betrieben.

Zum 31. März 2018 wurde das Gefängnis Swinemünde endgültig außer Betrieb genommen, nachdem der damalige Justizminister, Zbigniew Ziobro, die entsprechende Verordnung zur „Liquidation“ unterschrieb.
Alle, zur der Zeit Inhaftierten, wurden in das Gefängnis nach Nowogard verlegt.

Wenn Du das Gefängnis Swinemünde „besuchen“ möchtest, musst Du Dich nur an dem hohen Kirchturm der alten Lutherkirche orientieren, denn genau gegenüber befindet sich das Gerichtsgebäude und die ansässige (ehemalige) Haftanstalt.
Leider ist eine Innenbesichtigung nicht möglich, weshalb Dir nur der Blick von außen bleibt. – Dennoch ist die „erdrückende Stimmung“ immer noch allgegenwärtig und gut spürbar.

Wenn Du Dich für weitere Details der Haftanstalt interessierst oder Infos über Inhaftierte haben möchtest, gibt es eine polnische Webseite, auf der ein Archiv zu finden ist, in dem einige Fälle von Inhaftierten festgehalten wurden.

Gefängnis in Swinemünde mit Blick auf die Haftzellen

Blick auf den Gefängnishof und die Haftzellen

Gefängnis Swinemünde mit Blick auf das Gericht

Blick auf das Gericht/Verwaltungsgebäude

Fort Gerhard Swinemünde

Fort Gerhard Swinemünde

Bunkeranlage Fort Gerhard in Swinemünde

Östlich der Swine, genauer gesagt, in Swinemünde auf Wolin, befindet sich das Fort Gerhard – eine, von ursprünglich 4  Festungsanlagen in Swinemünde.

Das „Werk  II“ wurde 1859 von der preußischen Armee fertiggestellt und diente als Element eines umfassenden Küsten-, Hafen- und Stadtverteidigungssystems. Von hier aus wurde die Einfahrt in die Swine bis ins zwanzigste Jahrhundert überwacht. Der Name der Festung geht auf den preußischen General und Architekten, Gerhard Cornelius von Walrave zurück, der sich auf die Planung von Festungsanlagen spezialisierte und die ersten Pläne für die Festungsanlage Swinemünde erstellte.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war das Fort bis 1962 in den Händen der Sowjets. Seit dem diente es einige Jahre als Obst- und Gemüselager.

Lebendige Museumsanlage

Seit 2001 ist das Fort Gehrard verpachtet und hält seine Pforten für Besucher geöffnet;  in der Hochsaison manchmal sogar in Form eines unterhaltsamen und mitreißenden Militärtrainings – ein „lebendiges Museum“ sozusagen.

Für alle Geschichtsinteressierten lohnt sich ein Besuch im Fort in jedem Fall. Einige der Bunker sind begehbar und von ihrer Größe nicht nur beeindruckend, sondern auch ein bisschen gruselig. Im ansässigen Museum findest Du außerdem viele interessante Ausstellungstücke und Informationen.

Von Swinemünde/Usedom aus erreichst Du Swinemünde/Wolin mit der Fähre oder über den neu erbauten Swine-Tunnel. Und wenn Du einmal dort bist, kannst Du Dir auch gleich noch den beeindruckenden „Leuchtturm Swinemünde“ anschauen, denn der befindet sich direkt neben der Festungsanlage.

Das Fort Gerhard hat täglich von 10:00 – 17:00 Uhr geöffnet.

Aktuelle Informationen (24.07.2023):

Zur Zeit ist die Strasse zum Fort Gerhard und dem Leuchtturm gesperrt, weshalb eine Anreise nur über den Wasserweg möglich ist.

Mit dem Adler Schiff  bis 04.11.2023:

Fahrt inkl. Führung + Eintritt Fort Gerhard und Leuchtturm:

  • Anleger Swinemünde: 10:00 / 11:00* /  12:45 / 15:45 /
  • Anleger Warszów: 10:15 / 13:00 / 16:00 / 
  • Anleger Fort Gerhard: 10:30 / 13:15 / 13:45* / 16:15 / 17:30

* nicht Mo. + Do.

Tickets:

  • Erw. 40 Zloty / Ki. 30 Zloty

Die polnische Website des Fort Gerhard findest Du, wenn Du hier klickst.

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